Sonntag, 7. Dezember 2008
Erfahrungsbericht
spät - aber besser als nie - kommt hier mein Abschlussbericht zum Studium in Boston. Wie Ihr sicherlich gesehen habt, war die letzten Wochen meines Aufenthaltes nix mehr mit Blog - das hatte aber weniger damit zu tun, dass nichts los war, sondern eher, dass der Endspurt für die Klausuren stattfand, sodass wirklich wenig Zeit zum schreiben war.
Daher hier und heute mein abschließendes Fazit als Erfahrungsbericht!
Warum Boston?
Ich studiere zurzeit in Deutschland an der Hochschule der S-Finanzgruppe im MBA-Programm – also nebenberuflich. Daher kam für mich ein volles Auslandssemester nicht in Frage. Nach dem Abklopfen diverser Kurzsemester-Alternativen (von Wien über Kopenhagen, Hong Kong und Hawaii) bin ich schließlich in Boston gelandet. Zunächst hatten mich die hohen Kursgebühren abgeschreckt – das ist aber halb so wild, da es Kurse gibt, die erheblich günstiger sind als die Standardkosten (1000 USD pro Credit – ich habe letztendlich für 8 Credits 4600 $ gezahlt) – der günstige Dollar tat dabei sein Übriges.
Kurse
Gewählt habe ich die Kurse „Social Psychology“, und „Competitive strategies in dynamic environments“. Beide Kurse waren völlig unterschiedlich aufgebaut. In Psychologie lag der Schwerpunkt im Durcharbeiten eines Lehrbuches, ne Menge Input und Folien, jedoch mit praktischen Beispielen und einer echt kompetenten und hilfsbereiten Professorin. Die Klausuren waren teils Multiple Choice, teils Aufsätze. Nebenbei erwähnt - MC in englisch ist nicht zu unterschätzen..man muss die Fragen schon sehr genau lesen. Aber Wörterbuch war erlaubt ;-)
Es waren keine reinen Kurse für internationals, sondern ganz normale Summerterm-Kurse, an denen auch die US-Studies teilnehmen. Trotzdem waren die Kurse von den Nationalitäten her bunt gemischt USA, Kanada, China, Japan, Spanien, Deutschland, um nur einige zu nennen.
Die Vorlesungen in Management waren komplett anders – wir haben dort Case Studies von Harvard Business Review (u.a. über Porsche, Ikea, GAP, ZARA, bestBuy etc.) durchgearbeitet und aus Managementperspektive darüber diskutiert, wo Stärken, Schwächen etc. bestanden. Die Managementtools (z.B. BCG-Portfolio, Porter 5 forces) wurden spielerisch eingebunden und es wurde im Unterricht wirklich nur diskutiert. Das war Managementstrategie pur! Ein echter Mehrwert. Ohne Vorbereitung geht hier aber auch nix...und 50% der Note war mündliche Beteiligung...also musste man wohl oder Übel die Case Studies (pro Woche 4 Stück) zumindest gelesen haben...pro Case Study 15-30 DinA4-Seiten ;-
Alles in Allem habe ich den Workload für zwei Fächer wohl ein wenig unterschätzt. Wir haben in den 6 Wochen 4 Klausuren, eine Projektarbeit und 8 Papers (Kurzzusammenfassung der Management case Studies bzw. Beantwortung der Fragen) geschrieben.
Freizeit
Arg viel Zeit für Freizeit bzw. Wochenendeausflüge blieb da nicht. Wir haben es uns trotzdem nicht nehmen lassen, New York einen 3tägigen Besuch abzustatten, exzessives Outlet-Shopping zu machen (der Dollarkurs mit 1,55 war perfekt und das Angebot in diesem Outlet einfach der Hammer) sowie einen weiteren Tagesausflug – aber das war es auch außerhalb Bostons. Es lohnt sich also unbedingt, vorher oder nachher noch mal zwei drei Wochen dranzuhängen!
Anmeldung und Organisatorisches
Die Anmeldung an der BU ging eigentlich gut vonstatten, man muss sich jedoch rechtzeitig für Kurse entscheiden, da einige sehr schnell ausgebucht sind. Alternativen neben dem Erstwunsch solltet Ihr Euch auch raussuchen – nur für den Notfall. Das geht über die Website http://www.bu.edu/summer/ eigentlich sehr übersichtlich. Beim Papierkram zur Anmeldung wird man von CC gut unterstützt, die Bürokratie vor Ort ist noch viel schlimmer als in Deutschland (was ich nicht gedacht hätte), aber gut zu schaffen. Alles in Allem hatten wir damit überhaupt keine Probleme.
Unterkunft
Die Unterkunft im Studentenheim ist empfehlenswert, weil wir damit direkt am Campus gewohnt haben und nur kurze Wege zu den Unterrichtsräumen (und zu BU Beach – der Lern-und Liegewiese ;-). Leider gibt’s für die fehlenden Klimaanlage und die spartanisch ausgestatteten Räume Abzug von mir. Aber es lässt sich aushalten. Da man an der Uni kostenlos das WLAN-Netz nutzen kann, habe ich mit Laptop auf der Wiese gearbeitet...
Zu berücksichtigen ist, dass man die Zimmer nicht mehr stornieren kann, wenn sie einmal gebucht sind. Wir hatten spontan überlegt, uns vielleicht doch eine Wohnung zu nehmen, konnten aber die Zimmer nicht mehr stornieren vor Ort. Im Nachhinein auch nicht schlimm, da der Standort echt perfekt war.
An der Uni-Verpflegung habe ich nicht teilgenommen, da während des Summerterms die Angebote auch ein wenig eingeschränkt sind. Und sooo viel günstiger als in „normalen“ Restaurants ist das Uni-Essen auch nicht. Und gesünder schon gar nicht ;-) Am besten sind die kleinen Thailäden um die Ecke...
Die Stadt, Fun und Nightlife
Boston selbst ist eine tolle Stadt – nicht so künstlich amerikanisch, sondern mit eigenem Flair. Shoppingmöglichkeiten (Newbury Street!) gibt es mehr als genug und auch das Nightlife ist echt ok. Es gibt verschiedene „Spots“, wo mehrere Kneipen zu finden sind, meiner Meinung nach ist dort für jeden Geschmack was dabei. Wir haben dort einige tolle Livemusik-Abende erlebt, aber auch die Discotheken sind gut (wobei die Auswahl da auf 5 bis 10 beschränkt ist)
Boston ist eine relativ junge Stadt, sicher auch wegen den vielen Universitäten. Am Charles River (direkt an der Uni!) lässt sich genial joggen – so viele Menschen, wie dort unterwegs sind – das ist echt ansteckend, da muss man die Laufschuhe rausholen...und das riesige Sportstudio an der Uni kostet nur 18 Doller pro Monat und ist damit ein unbedingtes Muss. Das öffentliche Verkehrsmittelnetz (insbesondere die T, das U-Bahn-Netz) ist vollkommen ausreichend ausgebaut und man kommt gut und schnell überall hin. Eine Monatskarte sollte man sich zulegen, am besten wideraufladbar aus Plastik, dann geht’s am Eingang in die Bahn schneller.
Nicht begeistert war ich (aber das gilt für die ganze USA mit ein paar Ausnahmen) dass die Bars und Discotheken bereits um Zwei Uhr Nachts Schluss machen. Aber man gewöhnt sich schnell daran, man muss eben früher losgehen als in Deutschland. Unbedingtes Muss ist übrigens Jake Ivory's Pianobar (Livemusik der 80er, Rock, Pop an zwei Flügeln...geniale Partystimmung!) und die Gypsybar (tolle Disco, einfach mal googeln).
Fazit:
Boston war jeden Tag und jeden Cent wert. Die Uni ist riesig und man kann eine Menge Leute kennen lernen. Der Lerneffekt ist gegeben, der Spaß kommt nicht zu kurz, obwohl man viel zu tun hat. Die Boston University hat einen guten Ruf und daher macht es sich auch im Lebenslauf sicher gut, hier gewesen zu sein. Eine klare Empfehlung von mir für Boston!
Dienstag, 29. Juli 2008
DANKE

So, da nun bereits mehr als die Hälfte rum ist, möchte ich die Gelegenheit nutzen, ein großes Dankeschön lozuwerden.
Danke zu allererst an meinen Schatz Andrea, der mich beim Studium und dem damit verbundenen Aufwand, insbesondere jetzt, seit ich nun schon einige Wochen von zu Hause weg bin, toll unterstützt. Und unsere kleine Jolina durch alle Höhen und Tiefen einer Fast-Zweieinhalbjährigen begleitet...Ohne Dich hätte ich das Studium nicht gemacht, aber auch nicht geschafft! Du bist mir wertvoll wie nie zuvor und ich bin froh, dass ich Dich gefunden habe. ILD!!!
Danke auch an die kleine Maus Jolina, die mich mit Ihren Fotos und dem ein oder anderen Videotelefonat per Skype bei Laune gehalten hat :-)
Danke auch an den Rest meiner Familie, Mamas und Papas, Omas und Opas, Geschwister und alle anderen, die mit einer Engelsgeduld die Tücken der Mehrbelastung (und das schon seit 5 Jahren) auffangen. Ich bin froh, dass ich Euch habe!
Ein weiteres Dankeschön geht an meinen "Hauptsponsor", die Kasseler Sparkasse, denn ohne diese Unterstützung wäre das MBA-Studium und der damit verbundene Auslandsaufenthalt hier in Boston auch nicht möglich gewesen. Ich hoffe, ich kann das Vertrauen zurück geben :-)
Das vorletzte Dankeschön geht an meine "Reisegruppe" mit Manuel Tim und Alexandra, die die Zeit hier zu einer Angenehmen gemacht haben. Auch wenn es manchmal "anstrengend"war ...jaja, für alle Parteien, auch für Euch ;=) , haben wir das ganz gut hinbekommen, finde ich. Und selbstverständlich DANKE auch an Petra für das Abholen vom Flughafen mit lecker Getränk!
Und zum Schluss Danke nach Hawaii für die ein oder andere lustige Skype-Session wenn wir aufgestanden sind und Ihr grad nach Hause gekommen seid :-))
Gewitterschaden!
Auch wenn die ees hier leider sehr begehrt und deswegen vollständig ausverkauft sind...und ich daher leider mit einem klassischen Laptop vorlieb nehmen muss..trotzdem bin ich froh, dass das so schnell geklärt werden konnte. Ohne Laptop ist - oder wäre man - hier echt aufgeschmissen...
Alltag
Hätte nicht geglaubt, dass es dazu noch kommt. Alltag. Unialltag. In den letzten zwei Wochen gab es einiges zu tun, und die Zeit vergeht wie im Flug. Nächste Woche reisen wir schon wieder ab und das "Auslandssemester" ist zu Ende. Ich freue mich sehr auf zu Hause, meine Familie und Freunde wieder zu sehen - andererseits werde ich sicher diesen "Ausflug aus dem realen Leben" vermissen. Zum lernen mit dem Laptop unterm Arm rausgehen, weil die Zimmer ohne Aircondition nicht aushaltbar sind / joggen zu gehen, mal morgens, mal mittags, mal abends / einfach mal ein Buch nehmen und ein bißchen lesen. So "lazy" wird es nie wieder sein.
Aber ich freue mich wahninnig drauf, wieder in die eigenen vier Wände zu kommen, habe Kraft getankt für die Aufgaben, die in Deutschland auf mich warten.
Und werde tausend Runden Memory mit der kleinen Maus spielen :-))
Wie gesagt, Projektarbeit in Psychologie, Klausur in Psycho, wöchentliche Hausarbeiten in Management und die zusätzlichen Case Studies alle unter einen Hut zu bringen ist nicht in 5 Stunden pro Tag getan. Aber, wie sagt unser Management-Professor Bob so gerne: No wyning please...
Montag, 14. Juli 2008
New York Impressionen II
New York Impressionen
Der "Touribus" - im Nachgang betrachtet wirklich hilfreich, um in kurzer Zeit viel zu sehen. Und das bei strahlendem Sonnenschein :-))
Empire State - nur von unten, keine Zeit...
Unsere Rundreise - am ersten Tag lila (oben rechts "Uptown", nicht mehr ganz drauf), und am Samstag Mittag dann grün - einmal quer durch die Stadt am Empire State vorbei, zur Freiheitsstatue und wieder zurück...
New York - Schön wars !
Wir haben uns am ersten Tag das klassische Touriprogramm angetan und uns eine 48-Stunden-Karte für einen Sightseeingbus besorgt, der verschiedene Routen im Angebot hatte, und zudätzlich eine Fahrt mit dem Wassertaxi. Aufs Wasser bin ich nicht, ich habe das Shopping etwas intensiver ausgenutzt:-) Aber die drei andren haben tolle Bilder gemacht, werde sicherlich das ein oder andere einstellen.
Nachdem wir uns Freitag abend mit Christiane, Marcus und Filippo getroffen haben (die verbringen Ihr Auslandssemester zzt in Indiana an der IUP), stand am Samstag Abend dann noch ein Broadwaymusical auf dem Programm – wir haben uns kurzfristig für einen Klassiker entschieden und haben „Chicago“ genossen. Für 64 Dollar kann man nichts sagen, wir hatten gute Plätze und wenn man ein bisschen das Flair Chicagos der 20er Jahre mag, dem wird das Musical sicher gefallen.
Heute vor der Rückfahrt sind Tim und ich nochmal die Fifth Avenue runtergeschlendert und haben nochmal eine gemütliche Shoppingsession in Macys, dem weltgrößten Kaufhaus, gemacht (und endlich – das erste Klamöttchen für meine Frau gefunden! Ich dachte schon das wird nix mehr...aber Frau Karan sei dank...
Irgendwie bin ich aber auch froh, aus dem Großstadttrubel wieder zurück ins „beschauliche“ Boston zu kommen :-) Auch wenn dort die nächsten Fallstudien für Management, die nächste Klausur in Psychologie und so ne Hausarbeit wartet. Manuel und ich haben uns entschieden, unser Thema als Website zu präsentieren...(das spart zwei Psychologiequellen)...Manuel schreibt ein bissi mehr Text und ich kümmere mich drum, das ein bißchen anzuhübschen :-)
Kälteschock im Fung-Wah-Bus nach New York
Moderner Technik sei dank – ich sitze grad im Fung-Wah-Bus und nutze die Zeit, um wieder einmal ein paar Zeilen zu schreiben. Eines ist sicher – so gefroren habe ich lange nicht mehr. Der kleine chinesische Busfahrer (der die Fahrt hoffentlich überlebt, denn es wurde wohl auch schon ein Fung-Wah-Bus-Fahrer während der Fahrt ermordet...chinesische Mafia....mit Schwund muss man rechnen...) hat die Air Condition auf gefühlte Minus 10 Grad gestellt. Und da die Wettervorhersage für die nächsten drei Tage New York so positiv war, sitzen wir hier alle kurzärmelig...wer hätte das gedacht.
Ich bin gespannt auf New York. Wir werden das ein oder andere sightseeen, sicherlich mal schööön shoppen gehen, und wenn es gut läuft, ein paar Last-Minute-Karten für ein Broadway-Musical ergattern. Wäre toll. A pro pos laufen - Manuel und Tim haben ihre Laufklamotten mitgenommen, wenn wenn mal schon mal in NY ist,muss man schließlich durch den Central Park gejoggt sein :-)
Für mich kommt das noch ne Woche zu früh, aber es sieht gut aus, dass ich vielleicht nächste Woche auch einsteigen kann. Ich melde mich vielleicht auf der Rückfahrt wieder...dann aus dem Lucky-Star-Bus. Kostett auch 15 Dollar pro Fahrt, hörte sich aber vertrauenserweckender an. Aber soweit ich das nach knapp 2 Stunden Fahrt feststellen kann - es sind weder Ziegen, noch Hühner im Bus,auch kein offenes Feuer oder so was. Wobei...wenn ichs mir recht überlege...bei den Temperaturen hier wäre das eine gute Alternative ;-)
Herr Jovi in Boston – sag mal einer, die Amerikaner könnten keine Schlager!
"Bad Medicine" Boston, 10. Juli bei Youtube:
Bon Jovi, Bad Medicine, Boston 10th July 2008
Gestern abend fand das lang erwartete Bon-Jovi-Konzert statt. Petra hatte uns ja dankenswerter Weise Karten besorgt(Petra – aufgemerkt- ich hab Dich gelobt!...wo ich schon nicht erwähnt hatte, dass wir von Dir mit nem Bierchen bei unserer Ankunft am Flughafen abgeholt wurden...welch Fauxpas....) Das Konzert hatten wir uns nach der Klausur auch redlich verdient. Die war doch ziemlich tricky. Und ich glaube,wir müssen uns auch erst wieder an die Tücken eines Multiple-Choice-Tests gewöhnen. Die Ergebnisse bleiben abzuwarten. Aber Dr. Diyanni, unsere Professorin, hat uns für die nächste Klasur ne halbe Stunde drauf gegeben(wir dürfen früher anfangen) , um das ein oder andere Wort mehr im Wörterbuch nachschlagen zu können. Ich denke, das ist ganz hilfreich.
Aber zurück zum musikalischen Teil des Tages! Das Konzert hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Bei anderen Kapellen hat man ja Sorge, dass die die neue Platte spielen und zwei,drei andere bekannte Songs dazumischen. Das war gestern definitiv anders. Ich glaub es gab insgesamt drei Lieder, die man nicht gut mitsingen konnte. Der Rest war schönster Schlager-Rock zum mitsingen. Und wenn in so einer Halle gute 18.000 Leute gemeinsam einen Song singen, ist das echte Gänsehaut!
Um 12 (auch wenns nicht 12 war) hatte Gitarrist Richie (sambora) Geburtstag. Der durfte dann auch ein Lied singen und später nochmal mit Herrn Jovi „Wanted dead oralive“ unplugged. Klasse! Mal gucken, ob ich von Manuel ein Video vom Konzert eingestellt bekommen.
Psychologie-Klausur – Vorbereitung mit Hindernissen
Murphys Law No.751– die heißesten Nächte sind immer die, in denen man eigentlich den geruhsamsten Schlaf bräuchte. Die Nacht vor der Psychologie-Klausur war ne einzige Katastrohpe. Schwülheiß, kein Wind...ich glaube, richtig geschlafen habe ich maximal drei Stunden.
Wir werden sehen, wohin das führt. Dafür genieße ich die Sonnentage zur Zeit und liege tagsüber am „BU beach“, eine Liegewiese direkt vor der Haustür. Lesen und lernen läßt es sich dort erheblich besser als in unseren unklimatisierten Räumen. Und ich habe mir fest vorgenommen, mich noch für das BU-WLAN anzumelden (das ist nämlich nochmal ein Formular wert...); dann kann ich sogar draußen auch ins Internet. Alles wird gut!
Samstag, 5. Juli 2008
Es wird ernst...

...so langsam wirds ernst. Nach nur drei Lehrveranstaltungen fängt schon die Klausurvorbereitung an - nächsten Donnerstag schreiben wir in Social Psychology die erste von drei Klausuren. Zählen je 20% der Endnote. Ein Projekt (30%) und ein paar Prozentchen für Anwesenheit und Teilnahme im Unterricht ergeben dann die Endnote...
Nebenbei werden wir nun pro Woche in Management jeweils eine Case-Study schriftlich bearbeiten. Das sind alles Harvard-Business-review Fälle, jeder etwa 30 Seiten lang. Beginnen werden wir mit Porsche, die weiteren Firmen, um die es gehen wird, sind ebenfalls interessant zu lesen: GAP, ZARA, IKEA um nur einige zu nennen. Nebenbei gilt es noch ein ganzes Managementbuch zu lesen, was wohl auch irgendwie klausurrelevant ist.
Die Zeit wird knapp!
Der angedachte Trip zu den Niagarafällen wird wohl deshalb schonmal nix werden. Fest vorgenommen haben wir uns jedoch, mal einen oder zwei Tage nach Cape Cod (dem Sylt Amerikas) zu reisen und auch irgendwie zwei oder drei Tage durch New York zu schlendern.
Schaun mer mal (dann sehn mer schon)...
Fireworks Impressionen
4th of July - Unabhängigkeitstag (oder wie Feuerwerk wirklich geht)
Ich brache in meinem Leben keine weitere Feuerwerke mehr zu sehen. Heute war "Boston Pops Fireworks Spectacular" http://www.july4th.org/
Und das konnte man im wahrsten Sinne "ein Feuerwerk abbrennen" nennen. Das was wir aus Deutschland kennen, ist dagegen eher eine Lachnummer...es war gigantisch. Wir hatten tolle Plätze und Alexandra und Timmi hatten Picknick vorbereitet (selbstgebratene Burger, Gemüse und Dip, Käse und Wurst). Trotz des Temperatursturzes (gefühlt waren es heute 10 Grad kälter als noch Vorgestern) war es ein toller Abend.
Es waren wohl eine halbe Million Menschen rund umden Charles River da, um das Feuerwerk und das Konzert der "Boston Pops" zu hören.
http://www.bso.org/bso/index.jsp?id=bcat5220105
Montag, 30. Juni 2008
Umzugstag
Timmi, unser Nachzügler, hat schlauerweise seine 200$ Anzahlung nicht geleistet und hat nun (bis jetzt) kein Zimmer. Mal sehn, er ist unterwegs zur Registrierung für die Wohnungen und hofft, vielleicht noch kurzfristig was zu bekommen. Schaun mer mal!
Ansonsten gilts jetzt Daumen drücken für das Spiel nachher,
viele Grüße aus Boston,
insbesondere an Meik und Martin auf Hawaii ;-)
Marc
Der wahre Grund für Goldfischgläser
Und wie man auf den Fotos unschwer erkennen kann, geht das hier in Boston besonders gut aus „Fishbowls“, also Goldfischgläsern. Es war so nett dort, dass wir es den ganzen Abend dort ausgehalten haben, mit Blick auf die Skyline oder auf das Wasser. Schön!
Freitag, 27. Juni 2008
Endlich-ein echter Espressso !
Das erste Mal, dass wir einen guten Italiener finden konnten. Der Tipp unseres English-Coaches, für ein gutes Restaurant mal nach "Little Italy" zu gehen, war Gold wert. Die Salate waren perfekt, für den Hauptgang hat der Hunger leider nicht mehr ganz gereicht (trotzdem sehr lecker - Manuel hat seine halbe Pizza "in the box" mit ins Hotel genommen).
Das Schönste gab es dann zum Schluss - einen echten italienischen Espresso :-))
So kann ein Tag gut ausklingen!
Morgen nun der letzte Tag in der Sprachschule, am Sonntag umziehen (hoffentlich geht das flott-die haben ohne Rücksicht auf europäische Sportneigungen die Eincheckzeiten auf zwischen 12 und 16 Uhr gelegt - mittendrin ist das EM-Finale!). Also Daumen drücken, dass wir da schnell durchkommen und dann in Ruhe (in Little Italy-die sind ja jetzt neutral *grins*) Fussball gucken können...
Bis denne,
Marc und Manuel
Dienstag, 24. Juni 2008
Boston erkunden und Papierkram
Die Reiseführer und die Gesopräche mit Boston-Reisenden haben nicht zuviel versprochen: Boston ist wirklich eine tolle Stadt. Der Boston Common (Stadtpark) und insbesondere der Grünstreifen rund um den Charles River bringt die Natur in die Großstadt. Es ist einfach schön, in 5 Minuten raus aus den Hochhaus-Districts zu kommen und durch grüne Parks zu laufen.
Heute haben wir - nach dem ersten Vormittag in der Sprachschule (Einsortierungstest und "Orientation") - unseren Universitäts-Papierkram erledigt. Das war nicht Ohne! Von der allgemeinen Anmeldung zur Anmeldung zum Housing (also den Studentenwohnheimzimmern) über das Office zur Bezahlung der Kurse, zum Büro zur Beantragung des Studentenausweises hin zu dem Office zur Beantragung des Studentenzugangs der Universität und zum Schluss zur ISSO (dem Büro,wo man sich grundätzlich als Student registrieren mus). SCHÖN wäre es ja gewesen, wenn das alles irgendwie auf einer Ecke gewesen wäre. Aber da hier alles etwas größer ist, lagen die einzelnen Büros zwischen 5 und 15 Minuten Fussweg auseinander. Der Spaß hat uns knappe 4 Stunden gekostet - aber wir haben soweit alles erledigt. Hat ja auch was für sich.
Das Wichtigste- wir haben jetzt schon (ganze) zwei Alternativen, wo wir am Mittwoch das Halbfinale schauen können :-) Fussball wird hier zwar unterschätzt, aber an der ein oder anderen Ecke läuft dann doch der Flatscreenl. Schade war es -ehrlich gesagt- um die zwei Stunden, in denen wir uns Italien-Spanien angetan hatten (welch grausamer Kick)...
Im Sprachkurs ist auch ein Türke, mal sehn wie dieStimmung so wird am Donnerstag ;-)
Jetzt, da fast alle Formalitäten erledigt sind (wir sind gut in der Zeit), können wir uns auf die Sprachkurse und dann auf die Uni konzentrieren.
Bis die Tage,
Marc
Samstag, 21. Juni 2008
Angekommen!
Landeier unterwegs...oder Fliegen 2.0
Seit gestern abend 17 Uhr Ortszeit (23 Uhr Zuhausezeit) haben wir amerikanischen Boden unter den Füßen. Das Wetter ist zur Zeit durchwachsen, so Mitteb25 Grad – aber damit lässt es sich gut leben. Und unser Zimmer im Intercontinental -unsere Bleibe für die ersten 10 Tage- lässt keine Wünsche offen. Heute werden wir mal ganz gemütlich in die Stadt wackeln, die nötigsten Dinge einkaufen und vielleicht heute Nachmittag mal auf dem Cambridge Music Festival vorbei schauen.
Doch zunächst noch ein paar erwähnenswerte Dinge zur Anreise an sich. Der Flug verlief mehr als planmäßig, was Zeit und auch die Reisequalität an sich betraf. Sicher – in letzter Zeit bin ich nicht so häufig geflogen, aber an der ein oder anderen Stelle war ich doch ein wenig überrascht:
Der „Snack“ im ersten Flug bestand aus einer Tasse Kaffee und nem Müsliriegel. Wir hatten erwartungsvoll unsere Tische ausgeklappt und wurden herb enttäuscht :-) Aber als wir feststellten, dass wir ca 15 Minuten nachdem wir „Reiseflughöhe“ erreicht hatten, schon wieder in den Landeanflug gen London ansetzten, brachten wir doch ein wenig Verständnis für die magere kulinarische Unterstützung auf. Wir holten das dann am Flughafen in Heathrow wieder auf, damit hatten wir die Wartezeit gleichzeitig sinnvoll genutzt.
Auf dem Weiterflug gen Boston sollte dann alles besser werden. Fast alles - denn die Sitzplätze am Notausgang (die ich von zu Hause aus im Internet gebucht hatte – moderner Technik sei dank) aus dem erste Flug mussten dann zwei Plätzen in der Flugzeugmitte weichen. Und eines ist klar- „Platz“ ist was anderes!
Aber wir wurden entschädigt: Es war wohl eine gute Entscheidung, mit Virgin Atlantic zu fliegen, der Airline des Milliardärs Richard Branson. Er scheint ein wenig technik-verliebt zu sein, was sich in der Ausstattung der Sitze widerspiegelte. Und so wurde der Flug zum Multimedialen Vergnügen...eine kleine -aber nicht vollständige Aufzählung dessen, was man „heutzutage“ in so einem Flugzeug alles erleben kann:
zunächst hat erstmal jeder einen kleinen TFT-Monitor am Sitz des Vordermanns, welcher gemeinsam mit einer einem Telefonhörer ähnlichen Fernbedienung die Multimediazentrale darstellte. Damit konnte man
so ca. 50 Filme sehen (erstmal nix ungewöhnliches, wobei die Anzahl sicher auch nicht überall üblich ist).
aktuelle Musik-Alben hören (Klassiker von „best of Guns n Roses“ bin hin zu den aktuellen Chart-Künstlern wie Amy Winehouse, Duffy und vielen anderen mehr)
inklusive war auch eine Spielekonsole mit Spielen wie Schiffe versenken, Wer wird Millionär, Schach, Wissensquiz, Bowling, Pong und viele andere.
Und weil alleine Spielen auf Dauer wenig Spaß macht, konnte man einen Großteil dieser Spiele auch als Multiplayergames mit bzw. gegen andere im Flieger spielen! So habe ich mit Manuel die ein oder andere Partie Schach und Schiffe versenken gespielt und spannende Duelle gegen jemanden aus Reihe 38 und Reihe 64 im Wissensquiz geführt.
Zusätzlich hätte man mit diesen Dingern auch telefonieren und SMS (2,50$ das Stück) versenden können.
Und selbstverständlich gab es auch alle Reiseinformationen und diverse Reiseführervideos (auch über Boston, dauerte ne halbe Stunde) anzuschauen.
Verrückte Wert! Alles in allem – es wurde nicht langweilig und der Flug ging rum wie im Flug :-)
So das soll es für heute gewesen sein. Wir waren schwer überrascht über soviel Unterhaltung im Flieger und werden uns jetzt mal in Boston umsehen.
Lieben Gruß nach Deutschland!
Marc und Manuel
Sonntag, 15. Juni 2008
Startschuss!
Den ein oder anderen interessiert es sicher (mehr oder weniger), was in den 7 Wochen USA um mich herum so passiert.
Und da ist es - glaube ich- einfacher, alles in einem Blog festzuhalten und einige Bilder hinzuzufügen. Statt jedem eine email zu schreiben und so - is doch altmodisch ;-)
Daher werde ich mich zum ersten Mal an einem Blog versuchen - schaun mer mal, wie es gelingt.
Viele Grüße Marc








